Long Covid
bei Kindern & Jugendlichen

Image by Annie Spratt

Wenn die Erschöpfung bleibt

Überall kann man es nachlesen: Covid-19 ist nicht unbedingt vorbei, wenn es vorbei ist. Manche Betroffene leiden noch lange oder aber erst nach einer Weile unter verschiedenen Beschwerden, die nicht nur körperlich, sondern v.a. auch psychisch sein können. Genannt werden chronische Müdigkeit, verringerte Belastbarkeit, Konzentrationsstörungen. Kinder und Jugendliche könnten ebenso betroffen sein wie Erwachsene.

Corona erhitzt seit Beginn der Pandemie Ende 2019 die Gemüter. Und während die Zahlen der akut Erkrankten endlich spürbar sinken, Maßnahmen aufgehoben werden und Normalität in unseren Alltag zurückkehrt, übernimmt ein Nachfahre des gemeinen Virus das öffentliche Zepter: Long Covid heißt der neue Dämon, der uns angst und bange macht.

Aber was wissen wir aktuell darüber? Können in so kurzer Zeit überhaupt genug Informationen über die Spätfolgen einer Viruserkrankung zusammengetragen werden? Gibt es Hilfe, wenn eine Ärztin oder ein Arzt ein Long-Covid-Syndrom vermutet?

In jedem Fall ist eines enorm wichtig: eine genaue und gründliche Diagnostik. Denn viele Faktoren der Pandemie-Zeit, die aber nicht direkt mit dem Virus zu tun haben, können ebenso gut Verursacher von langwierigen, schweren v.a. psychischen Problemen sein. Monatelange Trennung von Gleichaltrigen, Verlorengehen im Schulstoff durch Distanzunterricht, heftige Streitereien in Familien, in den Medien nur noch Angst und Sorge - dies sind nur ein paar Beispiele für Belastungen, die insbesondere Kindern und Jugendlichen zusetzen. Und auch sie können sehr große Erschöpfung hervorrufen.
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In meiner Praxis für Kinder-, Jugend- und Erwachsenenpsychiatrrie führe ich eine umfangreiche Diagnostik durch, um chronische Müdigkeit und Erschöpfung möglichst sicher einordnen zu können. Nur so kann auch eine geeignete Therapie gefunden werden.